Malerei (2019-2024)

In meiner Malerei bildet das Material selbst den Ausgangspunkt der Untersuchung. Fließende Substanzen aus Stärke und Tusche entfalten Prozesse, in denen Lebendigkeit nicht abgebildet, sondern wirksam wird. Zeit erscheint nicht als lineare Dauer, sondern als Bewegung im Bildraum: als Fluss, Reaktion, Verdichtung und Stillstellung. Die Malerei versteht sich als offenes Gefüge, in dem Veränderung eingeschrieben bleibt.
Bewegung manifestiert sich weniger im gestischen Zugriff als im Eigenverhalten der Materialien. Sie reagieren auf Schwerkraft, Feuchtigkeit und Trocknung, bilden Zonen unterschiedlicher Dichte und legen Übergänge offen. Das Bild gerät in einen Zustand zwischen Kontrolle und Entzug, zwischen Setzung und Zufall. Lebendigkeit zeigt sich als fragile Balance, als permanentes Aushandeln zwischen materieller Eigenlogik und künstlerischer Intervention.
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rDiese Arbeiten markieren einen Aufbruch: das bewusste Öffnen des Bildraums hin zu Prozess, Zeitlichkeit und Veränderung. Das Bild wird nicht als Ziel verstanden, sondern als Beginn – als temporäre Konstellation, aus der sich weitere räumliche und materielle Verschiebungen entwickeln. Die Malerei bildet damit die Grundlage für spätere Arbeiten, in denen sich diese Fragestellungen zunehmend aus dem Bild heraus in den Raum verlagern.
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